Die untergehende Sonne tauchte den Himmel im Westen in orangefarbenes Rot. Die Häuser der Nachbarschaft leuchteten in mildem Licht. Die Temperatur war noch sommerlich mild.
Ich hatte mir ein Glas Wein eigegossen und stand auf meinem Balkon, um das Schauspiel zu genießen. Der Himmel im Zenit wurde langsam tiefblau und sah aus wie Samt.
Ich heiße Terry, bin 28 und momentan solo. In meinem Apartment wohne ich seit 3 Jahren. Es ist zwar mitten in der Stadt, aber mir gefällt es hier. Die Nachbarn im Haus sind alle nett, soweit ich sie kennengelernt habe. Im Grunde habe ich aber wenig Kontakt. Ich hatte mitbekommen, dass im Apartment neben mir ein neuer Mieter oder eine neue Mieterin eingezogen ist, aber gesehen hatte ich noch niemand.
„Schön nicht wahr?“ Die Stimme kam von Nachbarbalkon und gehörte einer jungen Frau. Unsere Balkone waren durch eine kleine Sichtschutzwand getrennt, aber wenn man sich ein wenig auf das Geländer lehnte, konnte man sich ganz gut im Blick haben. Sie war etwa 25 oder 26 Jahre alt, blond und etwas mollig.
„Guten Abend, schön dass wir uns kennenlernen. Ich heiße Iris Klein.“ Ich grüßte zurück und nannte meinen Namen.
„Ich bin seit 3 Tagen Ihre neue Nachbarin“ Ich hob mein Glas
„Auf gute Nachbarschaft. Sie können mich gerne Terry nennen, das ist unkomplizierter“ „Gerne, ich bin die Iris. Leider habe ich noch nichts zum anstoßen im Haus, aber das können wir ja nachholen. Mein Kühlschrank fühlt sich noch etwas einsam“ Sie lachte.
Es war ein so schöner lauer Sommerabend und mittlerweile glühte der Himmel nur noch in einem tiefen Purpurton am untersten Rand und das samtene Blau ist einem tiefen Schwarz gewichen.
„Ich wollte gerade auf einen Drink ins >Shogun< gehen. Haben Sie Lust, mitzukommen?“ „Was ist das >Shogun<? Ich weiß nicht, es ist doch schon etwas spät.“
„Das ist eine kleine Bar gleich um die Ecke, da kann man auch schön im Freien sitzen. … und leckere Drinks habe sie auch“ Sie überlegte kurz.
„Ja gern.“
Wir fanden im Shogun noch einen Platz im Hof oder Garten, je nachdem wie man es sieht. Jedenfalls ist es gemütlich, ich war öfters da und er Kellner kannte mich. Er wusste auch, was ich abends um viertel vor Zehn brauchte.
„Hallo Terry, einen Orangen-Kurkuma?“
„Klar“
„Und die Dame?“ wandte er sich an meine Nachbarin.
„Orangen-Kurkuma? Das klingt ja spannend. Den probiere ich auch!“
Als die Drinks geliefert wurden, prosteten wir uns nochmal auf gute Nachbarschaft zu. Es wurde ein unterhaltsamer Abend. Iris war eine fröhliche Frau und konnte spannend erzählen. Wir tauschten so unsere kleinen Erlebnisse aus, wo wir arbeiteten, wo wir aufgewachsen sind und was zwei Mädels halt so alles zu erzählen wissen.
Sie sah auf die Uhr.
„Mein Gott, halb eins! Wann machen die den zu? Da haben wir uns ja ganz schön verquatscht.“
In der Tat wartet der Kellner schon mit unverdächtigem Blick, wann er endlich abkassieren könnte. Iris wollte mich einladen, aber ich lehnte ab. Das wollte ich nicht, wir hatten einen so netten und entspannten Abend, ich wollte keine irgendwie geartet Verpflichtung, und sei es zu einer Revanche der Einladung.
Wir machten uns auf den Heimweg, es waren ja nur gute 5 Minuten. Und ich merkte, dass ich doch etwas mehr Drinks gehabt hatte als sonst. Iris hakte sich bei mir unter.
„Darf ich?“
„Klar. Aber wir könnten doch zum Du übergehen, Iris?“
„Ja gerne“ lachte sie.
„Jetzt wo wir nichts mehr zu anstoßen haben. Super Timing!“ Ich gab ihr ein Bussi auf die Wange und sie mir auf die andere.
„So passt das doch auch!“
„Bestens“
Wir waren mittlerweile zu Hause angekommen und warteten im Hausflur auf den Aufzug. Sie drehte sich zu mir um.
„ Das war ein netter Abend! Vielen Dank“
„Da gibt es nichts zu danken, ich durfte ja auch dabei sein und mir hat es gefallen“ grinste ich. „Vielleicht können wir das ja mal wiederholen.“
„Auf jeden Fall.“
Inzwischen waren wir auf unserem Flur angekommen und standen vor unseren Wohnungstüren
„Schlaf gut Terry und träum was Schönes.“
Ich sah ihr in die Augen. Sie hatte braune, bernsteinfarbene Augen. Leuchtend Augen. Da wusste ich, wovon ich träumen würde.
„Du auch, Iris. Gute Nacht.“
Ich hatte nicht gut geschlafen. Als es hell geworden war hatte ich mich im Bett aufgesetzt, die Beine angezogen und meinen Kopf auf die Knie gestützt. Ich glaube, ich hatte mich mal wieder verguckt. Mein Blick lag auf der kleinen Löwenstatuette aus Bernstein, die auf dem Regal gegenüber von meinem Bett standen. Als ein Sonnenstrahl langsam über sie hin wanderte leuchtete sie auf. Die kleine Löwin erinnerte mich an Iris‘ Augen. Schade, dass heute kein Wochenende war, dann hätten wir vielleicht was unternehmen können.
Ich stand auf, duschte und machte mich fertig, um zur Arbeit zu gehen. Als ich aus der Wohnungstüre trat sah ich Iris vor dem Aufzug stehen. Sie hatte wohl meine Wohnungstüre ins Schloss fallen gehört und drehte sich um
„Hallo Terry, guten Morgen“
„Guten Morgen Iris. Hast du gut geschlafen?“
„Sehr gut und selber?“
„Bestens!“ log ich.
„Bist du auf dem Weg zur Arbeit?“ fragte sie.
„Ja“
„Was arbeitest du denn, ….wenn ich fragen darf“
„Ich bin Programmiererin bei einer Behörde, Finanzamt.“
„Uiii …“ Der Aufzug kam.
„Was macht du so?“ fragte ich.
„Ich bin Chemielaborantin, und habe jetzt einen neuen Job, ganz in der Nähe hier.“
Aha, deshalb der Umzug. Wir traten aus dem Haus.
„Ich kann den Weg zu Fuß gehen.“ meinte Sie.
„Ich muss zur U-Bahn.“ Wir verabschiedeten uns „Also tschüss, bis dann.“
Ich drehte mich nochmal um „Welches Sternzeichen bist du eigentlich?“
„Löwe“
Hatte ich schon erwähnt, dass ich lesbisch bin? Ja, und zurzeit ohne Partnerin. Und eine Frau für einen ONS zu gewinnen ist für mich nicht wirklich leicht, kann ich eigentlich kaum. Meine Partnerin hat sich nach 2 Jahren Gemeinsamkeit ziemlich brüsk verabschiedet, wegen einer anderen. Naja, ich bin drüber hinweg. Es hatte mir aber sehr wehgetan. Wir hatten zwei so schöne Jahre, die ich niemals missen möchte.
Die Szene gibt leider nicht so viel her, wenn du zu konservativ bist, außerdem glaube ich an die Liebe und nicht nur an Sex. Das alleine ist schon hinderlich. Ich hatte auch einige Männer, weil da so ein One-Night Stand leichter zu kriegen ist. Einen Mann bekomme ich leichter mal für eine Nacht ins Bett, ich sehe schließlich ganz süß aus. Aber für länger? Irgendwie hatte mir immer der Reiz gefehlt. Ich hab auch Freundinnen, die von meiner Veranlagung wissen und mich trotzdem mögen, ohne Sex. Ja, Trotzdem. Bei meinen gescheiterten Männern meinten sie dann immer >Da ist halt noch nicht der Richtige dabei gewesen< und dann der Spruch mit den vielen Fröschen und dem Prinzen. Muss ich mich denn durch ein ganzes Stadtviertel vögeln? Soviel Lust auf Abenteuer habe ich nicht. Mit Frauen kam mir das immer harmonischer vor und ich sag’s jetzt so: intimer. Die Richtige kommt schon noch. Sicher. Ich hoffe, sie ist gar nicht so weit weg.
„Iris, was hältst du von einem griechischen Salat? Ich bin gerade am Schnippeln!“ Ich sah, dass Iris auf ihrem Balkon beschäftigt war und bin hinaus gegangen, um sie zu fragen.
„Wow, das wäre super. Darf ich einen griechischen Wein beisteuern?“
„Immer gerne“
Als wir mit dem Essen fertig waren sagte ich zu ihr „Setz dich doch rüber auf die Couch und mach es dir gemütlich. Ich bringe schnell das Geschirr in die Küche“
„Nichts da, ich helfe dir.“
Das bisschen Haushalt hatten wir schnell erledigt. Iris nahm die Weingläser und setzte sich auf die Couch. Sie zog die Beine an und schlang ihre Arme um sie. Sah gemütlich aus, gefiel mir gut. Ich legte Musik auf und setzte mich zu ihr.
„Hast du eigentlich einen Freund?“ wollte ich wissen. Ich wollte doch wissen, wie ich meine Chancen so einschätzen sollte.
„Ah … ja!“ Sie schnaufte tief durch „Ich weiß nicht, ob dich das interessiert.“
„Na hör mal, du bist meine Freundin …. Aber sorry, ich wollte nicht aufdringlich sein.“
„Nein, Nein“ beeilte sie sich „so habe ich das nicht gemeint, entschuldige. “
„Ich habe einen festen Freund, er heißt Gerhardt, wir sind seit zwei Jahren zusammen, jetzt ist er in Glasgow.“
„Glasgow!?“
„Ja, er ist Entwicklungs- und Produktionsleiter bei einem Chiphersteller. Von Haus aus schon mal ein Full Time Job. Vor gut einem Jahr hat die Firma dann beschlossen, in Schottland eine neue Fertigungsstätte aufzuziehen …. Ja, und Gerhard ist zum verantwortliche Leiter für dieses Projekt bestimmt worden.“ Sie atmete durch „Das ist schon eine tolle Karrierechance. Absolut. Aber auch ein Beziehungskiller, das kann ich dir flüstern. Wir sehen uns seit einem Jahr quasi nur noch alle 4 Wochen! Terry! Einmal im Monat!“
Ich konnte nachfühlen, was das heißt.
„Weiß du, wöchentlich heimzufliegen ist halt aufwendig und teuer natürlich auch. Die Firma bezahlt auch nur einen Flug im Monat.“
„Wie lange wird das denn noch gehen?“ wollte ich wissen, um irgendwie auch mein Mitgefühl auszudrücken. Sie zuckte die Schultern.
„Ich weiß nicht“
„Und warum bist du nicht mitgegangen? Bei der Firme gäbe es doch für deine Fähigkeiten locker Arbeit.“
„Anfangs war da nichts, das Werk wurde ja erst geplant und ist auch heute noch in Aufbau, soll Anfang übernächstes Jahr dann in Betrieb gehen, dann wäre da vielleicht die Möglichkeit, wenn …“
„Wenn was?“ Sie schwieg
„Wenn ich dann überhaupt noch will!“
„Iris!“
„Na ist doch wahr“ Sie kam den Tränen immer näher. „Weißt du wie sich das anfühlt, noch mindestens ein oder anderthalb Jahre getrennt sein, eine Fernbeziehung, alle 4 Wochen einen Mann im Bett, der dann mit seinen Gedanken auch nicht bei dir ist …“
„Aber ihr telefoniert doch sicher häufig.“
„Immer weniger Terry. Anfangs jeden Tag, manchmal sogar zweimal. Schnucki hin, Schnucki her. Jetzt telefonieren wir vielleicht noch zweimal in der Woche und einmal am Wochenende“ Mir fiel nicht so recht ein, was ich sagen könnte.
„Das tut mir leid Iris.“ Sie nahm einen großen Schluck Wein und lehnte sich zurück.
„Wie packst du das … entschuldigung, äh … sexuell?“
„Du musst dich nicht entschuldigen Terry, ich bin froh, dass ich mit dir reden kann. …. Na so“ sie machte eine eindeutige Geste.
„Ich hab zwei gesunde Hände !“ Sie lachte verzweifelt „Dafür brauche ich aber keinen Mann, weder hier noch in Glasgow.“
Iris hielt ihr Weinglas in beiden Händen und sah vor sich hin. Dann blickte sie auf.
„Und wie sieht es bei dir aus?“
„Ich bin momentan solo, die letzte Beziehung hat halt nicht gehalten… kommt vor“ Mehr wollte ich nicht dazu sagen. Sie sah mich an.
„Schade, du bist doch eine sehr attraktiv Frau, hübsch und charmant, du musst doch an jedem Finger fünf haben“
„Naja, du übertreibst.“
„Nein, ehrlich, du hast eine Top Figur. Wo was sein muss, ist auch was. Ich wollte ich wäre so gebaut. Sieh mich doch an! Wo was ist sollte besser nichts sein!“ Ich lächelte.
„Isis, jetzt übertreibst du aber gewaltig. Du hast eine so wunderschöne weibliche Figur, von wegen irgendwas zu viel. Ich denk die Jungs mögen das, nicht solche Hungerhaken.“
„Du bist doch kein Hungerhaken!“
„Meinte ich ja auch mehr generell.“
Sie machte einen Ansatz, weiterzusprechen und konnte sich nicht so recht überwinden.
„Was ist, Iris, du bist noch nicht fertig, ich sehe es dir an der Nase an.“
„Terry, ich geh fremd. Ich halte es anders nicht mehr aus. Ich weiß, dass es …“
Sie fand die Worte nicht.
„Die Typen, die hier ab und zu auftauchen werden sind nicht einfach nur so Freunde oder Bekannte“
„Okayyy …“
„Die krieg ich über Annoncen, nur fürs Bett“ Jetzt war ich sprachlos, ich schluckte.
„Iris!“ Sie stand auf „Es tut mir leid! Ich gehe jetzt.“
Ich bin auch aufgestanden und trat ihr in den Weg.
„Du gehst jetzt nicht. Meine Vorstellung von Freundschaft ist nicht die, dass man einfach abhaut!“ Sie schaute betreten auf den Boden
„Ich hab das noch nie jemand erzählt, das weiß außer mir kein Mensch, und du jetzt. Ich will dich damit nicht belasten, ich will nicht dass es jemand erfährt. Es ist mir so peinlich.“ sie schluchzte und setzte sich wieder.
„Ich bin doch keine Nutte, bloß abgehängt.“
„Nimmst du Geld“ fragte ich überflüssigerweise. Sie schüttelte den Kopf. Nachdem sie mir erzählt hatte, wie sie das mit den Annoncen genau angefangen hatte, wurde sie ruhiger.
„Iris, wenn du in einen Club gehst, kommst du doch mit 5 Typen im Schlepptau nach Hause, wenn du es darauf anlegst. Du bist doch ein hübsches Mädchen, ich würde mich als Mann sofort in dich vergucken.“ Als Frau schon auch!
„Danke, das ist lieb, aber leider läuft es nicht so einfach, du warst wohl schon länger nicht mehr auf der Piste… Ich will auch keinen, der sich an mich klammert, das kann ich doch nicht brauchen. Verstehst du das?“
„Ja“ Wir hingen eine Weile unseren Gedanken nach.
„Ich bin lesbisch“ platzte es aus mir heraus. „Meine Freundin hat mich verlassen.“
Sie starrte mich an. „Ach so“ Sie schluckte.
„Suchst du Ersatz? Ich kann nicht mit Frauen, wenn das deine Absicht ist, ich bin nicht so.“ Sie rückte etwas ab.
„Wie bin ich denn? War ich vielleicht vor zwei Minuten noch anders?“
„Äh .. nein, ich meine nur …“
Ich war aufgebracht „Meinst du, weil ich lesbisch bin, will ich mit jeder Frau ins Bett?“ „Terry!“
„Hat sich was mit Terry! Du fickst dich durch die Annoncen und unterstellst mir, dass ich nur eine für Bett suche, weil ich lesbisch bin. Siehst du das so?“ Manchmal konnte ich mich schön in Rage reden.
„Vielleicht stimmt mit deinem Weltbild was nicht. Lesben wollen ja nur lecken und vögeln. Du gehst jetzt besser.“
Sie stand abrupt auf.
„Terry das ist doch ...“, Sie sah mich nochmal an und verließ meine Wohnung.
So ein Mist, dachte ich. Ich setzte mich wieder. Musste das sein? Terry, warum bist du so aus der Haut gefahren?
Am nächsten Tag ging ich früher los zur Arbeit, ich wollte Iris nicht begegnen.
Abends stocherte ich lustlos in meinem Salat, den ich mir vom Supermarkt mitgebracht hatte. Meine Gedanken waren beim gestrigen Abend. Bei Iris. So falsch hatte sie gar nicht gelegen, deshalb bin ich wahrscheinlich aus der Haut gefahren. Ich war ja scharf auf sie.
Es klingelte an der Wohnungstüre. Es klingelte nochmals, ich konnte mir denken wer das ist. Ich öffnete, Iris stand da, wie ich es erwartet hatte. Ich sah sie wortlos an und versuchte meinen Augen einen abweisenden Ausdruck zu geben.
„Ich wollte mich entschuldigen, Terry. Darf ich …?“ Sie machte Anstalten einzutreten.
Ich ging ihr aus dem Weg “Bitte!“ sagte ich kühl.
Sie ging den Flur entlang zum Wohnzimmer und drehte sich um
„Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht beleidigen“ Sie hielt zwei Piccolos hoch „Versöhnung?“ Ich nickte „Ok“ und nahm zwei Gläser. Sie goss ein und wir stießen an. Wir sahen uns an und keine wusste wohl, wie sie anfangen sollte. Iris fasste sich ein Herz
„Du bist so reserviert Terry! Bitte verzeihe mir, ich hab Bockmist gequatscht. Wir kennen uns noch nicht so lange, aber glaube mir, es ist mir egal ob du lesbisch bist oder nicht oder rot oder schwarz oder grün.“
Sie machte eine Pause und sortierte ihre Worte.
„Ich mag dich und es wäre arg für mich, dich wegen so einem Blödsinn zu verlieren.“
Ich leerte mein Glas.
„Iris, ich weiß jetzt nicht mehr, wie ich mich dir gegenüber verhalten soll oder besser verhalten darf. Wenn ich dich in den Arm nehme, wirst du gleich auf falsche Gedanken kommen.“ Und leise fügt ich hinzu „ Was soll ich tun? Wir kennen uns zwar erst ein paar Tage, aber ich möchte, dass es noch mehr werden.“ Sie lächelte mich an. „Sei so wie du bist. Das passt schon.“
Ich nickte und hätte sie gerne geküsst, verwarf den Gedanken aber sofort.
„Thema abgehakt?“ fragte sie „Welches Thema?“
Sie beugte sich zu mir und küsste mich auf den Mund. Sie öffnet ihre Lippen etwas und berührte die meinen mit ihrer Zungenspitze. Ich tat es ihr gleich und unsere Zungen begrüßten sich. Als sich unsere Lippen trennten, sah sie mir in die Augen.
„Ich kann das auch Terry“
„Und gar nicht schlecht!“ frotzelte ich.
„Naja, da hab ich gottseidank schon positivere Kommentare gehört.“
„Weiß du was?“ Iris hatte sich wieder justiert. „Am Samstag, gehen wir zwei auf Aufriss, du brauchst was und ich auch. Vielleicht fangen wir was. Klar?“ Ich lachte.
„Das machen wir, hoffentlich ist bald Samstag.“
Ich hätte ihr gerne gesagt, wie sehr mich ihre Lippen und ihre Zunge wirklich berührt hatten. Als ich später alleine im Bett lag, konnte ich nicht einschlafen. Ich fühlte sie neben mir liegen, ich konnte sie nicht berühren, aber ich hatte meine Bluse neben mich gelegt, in der noch ihr schwacher Duft hängengeblieben war. So konnte ich sie wenigstens riechen und Ihren Herzschlag ahnen. Sie war nicht wirklich weg, ich sah ihre Augen vor mir und hatte wundervollen Sex mit mir.
Am Samstagabend kam Iris aufgestrapst gegen acht Uhr zu mir. Sie hatte ein süßes blaues Sommerkleid an und sah zum Anbeißen aus.
„Terry, wo gehen wir denn jetzt hin. Ich kenne mich nicht aus und von den Kollegen hatte auch niemand einen guten Tipp für mich.“ Ich war noch bei meinen Restaurationsarbeiten und hatte nur BH und Slip an.
“Moment, ich bin sofort einsatzbereit“ und winkte sie zu mir ins Bad.
„So einen tollen Überblick habe ich leider auch nicht, ich kenne nur eine Bar, die hat gute Musik und ist so vielleicht 20 Minuten von hier.“
„Na, das ist doch ein Anfang, da gehen wir halt mal hin. Hauptsache die Musik ist gut. Dann können wir ja weiter sehen.“
„Ich weiß nicht Iris, ob dir das dort so zusagt.“
„Warum, was ist denn los?“ Ich setzte meinen Lippenstift ab und dreht mich zu ihr. „Da sind wenig Jungs, meist Mädels …“
„Eine Schwulenbar?“
„Lesben!“ korrigierte ich. Sie wartete einen Moment.
„Stört dich das?“
„Nein, ich hab’s vermutet.“ Ich war bedrückt
„Jetzt willst du sicher nicht mehr mit mir ausgehen“
„Doch, das will ich. Das Thema hatten wir doch abgehakt, oder nicht?“
„Ja, danke.“ Ich gab ihr einen flüchtigen Kuss.
„Damit wir uns aber recht verstehen, Terry, du lässt die Finger von mir …. küssen darfst du mich schon noch ordentlich.“
Hab ich getan, sicherlich ordentlicher als sie vielleicht erwartet hatte.
Das Cosima lag einer Seitenstraße und es waren nur wenige Schritte zur U-Bahn und der Bushaltestelle um die Ecke. Beides konnte man vom Eingang her einsehen und weil sich immer ein paar Raucherinnen vor dem Eingang herumtrieben, konnte man sich auch sicher auf dem Heimweg machen.
Wir traten durch den Vorhang hinter der Eingangstüre und der kuschelige kleine Vorraum in weinrot und blau nahm uns auf. Auf der Tanzfläche im Hintergrund war noch nicht viel Betrieb. Momentan lief noch Techno, später würden dann garantiert die gefühlvolleren Scheiben aufgelegt. Ja, Scheiben, im Cosima gab es an zwei Wochenende im Monat Vinylparty und Cosi leistete sich eine DJ. Dann war es aber auch richtig überfüllt. Iris blickte sich um. Am Tresen stand eine Gruppe junger Frauen gemischten Alters und die Sessel im Raum waren schon sehr gut belegt. Die Beleuchtung war noch auf früher-Abend Niveau, also nicht zu sehr abgedunkelt und alle waren am Quatschen und Ratschen. Pärchen, die sich im Arm haltend abknutschten konnte ich nicht entdecken, also alles zivil.
„Was denkst du?“ fragte ich Iris.
„Ganz anders als ich es mir vorgestellt habe.“
„Was hast du erwartet? Eine Lasterhöhle in der sich Duzende Lesben zu schwüler Musik halbnackt auf dem Boden wälzen?“ lachte ich.
„So ungefähr!“ Ich gab ihr einen freundschaftlichen Klaps auf den Rücken und flüsterte „Auch Lesben vögeln nicht nur. Komm lass uns einen Platz bei den Sesseln suchen.“
Wir fanden einen kleinen Tisch in der Ecke mit drei Knautschsesseln, die wir in Beschlag nahmen. Weit genug von der Tanzfläche entfernt, war die Musik ausreichend gedämpft, um sich noch unterhalten zu können und trotzdem intensiv genug, um zu träumen. Das heiß, wenn es erst mal Musik zum Träumen gäbe. Iris sah sich noch immer ein wenig unsicher um, als auch schon die Kellnerin erschien.
„Hallo Terry, du warst ja schon eine ganze Zeit nicht mehr da. Ich freue mich, dass ist schön. Ich bin die Doris“ wandte sie sich an Iris.
„Iris“ strahlte die.
„Was kann ich euch beiden Hübschen denn bringen?“ Wir bestellten was zu trinken, Karte gab es keine, Doris hat Iris deshalb mit ein paar Tipps geholfen.
„Du hast ein ganz süßes Kleidchen an, Iris. Gefällt mir. Pass bloß auf, dass ich dir das nicht ausziehe!“ meinte Doris, als sie uns die Drinks brachte.
„Zum Wohl, ihr zwei, habt einen schönen Abend!“ zwinkerte sie mir zu. Wir nippten an unseren Getränken und begutachten die anderen Besucherinnen. Da stand doch wahrhaftig ein Mann am Tresen. Er war etwa 30 Jahre alt und unterhielt sich mit einer der Frauen. Iris fiel das auch auf.
„Sind hier Männer auch erlaubt?“ Ich schmunzelte.
„Erlaubt ist ein netter Ausdruck! Hier hat keiner was gegen Männer, das darfst du nicht denken. Wenn sie sich ordentlich benehmen und nicht nur zum Gaffen da sind, ist das doch voll ok.“ Sie nickte. „Schau, Iris, wenn du als lesbisches Pärchen in eine normale Bar gehst, kann es dir passieren, dass du voll angemacht wirst. Das passiert dir umgekehrt hier nicht, normalerweise jedenfalls, kann schon vorkommen. Ich glaube, wir sind vielleicht etwas liberaler als unsere testosteron-gesteuerten Mitbewohner dieses Planeten.“
Ich legte unsere Handtäschen unter unsere Jacken auf den dritten Stuhl.
„Keine Angst, hier kommt nichts weg. Cosi hat da ein scharfes Auge. Wollen wir tanzen?“ Die Musik war schmissig, aber leider noch nicht das zu dem man sich >notgedrungen< in den Arm nehmen mußte. Kommt noch, wusste ich. Als wir am Platz zurück waren beugte Iris sich zu mir „Schau da drüber sind grad zwei aufgestanden und mit ihren Sachen verschwunden. Ich glaube die Nische ist frei. Wollen wir?“ Wir wollten. Ich nahm unsere Sachen und Iris die Drinks und wir zogen in der Nische ein. Doris schwirrt her und räumte die gebrauchten Gläser weg.
„Ist doch viel kuscheliger, gell.“ Da konnte man auch trotz der Musik noch prima reden. Ich legte meinen Arm um Iris und sie rückte ein wenig näher. „Sag mal Terry, darf ich dich was fragen!“ „Frag!“
„Seit wann weißt du, dass du auf Frauen stehst?“
„Seit ich 15 bin, ungefähr.“ Ich machte eine Pause.
„Willst du mir davon erzählen?
„In der Schule war ich immer eine Außenseiterin, ich hatte kaum Freunde oder Freundinnen. Warum weiß ich nicht. Dann kam ein neues Mädchen in meine Klasse, die Familie war von auswärts zugezogen. Die Neue wurde zu mir an den Tisch gesetzt, weil ich die Einzige war die alleine saß. Evi und ich, wir freundeten uns an und wurden richtig dicke Freunde, Freundinnen. Nichts sexuelles, wir waren 13 damals, einfach nur beste Freundinnen. Wir haben alles zusammen gemacht und waren unzertrennlich. Das ging tatsächlich zwei Jahre so, dann ist sie wieder weggezogen. Ihr Vater war bei einer Behörde oder so und ist versetzt worden. Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen, nein, die Welt, die ganze Welt. Ich hab tagelang geheult und war wochenlang mies drauf und traurig.“ Ich verstummte und sah den Tanzenden zu. „Ich hatte nie mehr eine beste Freundin wie sie.“ Resümierte ich.
„Aber alles geht vorbei und ich habe mich Hals über Kopf in einen Jungen aus der Nachbarschaft verliebt. 15 war ich damals. Aber er war weniger verliebt als geil, er wollte halt nur ficken. Du kannst dir vorstellen, mit 15, zwei absolut beginners. Es war ein Fiasko!“ Ich musste lachen „Er hat mir vorgeworfen, das liegt an mir und schnellsten das Weite gesucht und ich stand wieder da, wieder mit gebrochenen Herzen. Liebeskummer! Mir dämmerte, dass es dasselbe Gefühl war, als mich damals Evi verlassen hat. Ich erinnerte mich an die Harmonie, die zwischen uns gewesen ist und wie gegensätzlich meine Freundschaft mit dem Kerl. Da habe ich beschlossen, es wieder mit einem Mädchen zu probieren. Ich habe mir wieder eine Freundin gesucht und wir sind dann auch gleich ins Bett. Aber eine beste Freundin, wie Evi hatte nie mehr.“
„Gehst du auch mit Männern ins Bett?“ fragte Iris.
„Manchmal, etwas Warmes im Bauch braucht man ab und zu.“ lachte ich. Eine Zeitlang saßen wir aneinander gelehnt auf der Bank und hörten der Musik zu. Ich hatte meinen Arm um Ihre Schulter gelegt und sie schmiegte sich an meine Brust. Dann sagte sie unvermittelt „Darf ich versuchen, deine beste Freundin zu sein? Ohne Sex?“
Ich nickte und quetschte eine kleine Träne aus dem Augenwinkel
„Gern. Ich wäre glücklich“ Ich gab ihr einen Kuss, den sie erwiderte. Küssen konnte sie.
„Ohne Sex!“ sagte ich.
„Geh, ein Kuss ist doch kein Sex.“
Die Musik hat dann langsam zu richtig schöner Kuschelmusik und Lovesongs gewechselt, richtig passend. Wir tanzten einige Male, engumschlungen, wie es Mädels halt tun und lehnten sonst in unsere Nische, träumten und ratschten. Meisten haben wir die anderen Mädels analysiert, Bauch, Busen, Po, Klamotten und was man so halt alles kritisieren kann. Wir waren einfach gut drauf.
Am darauf folgenden Dienstagabend wollte ich Iris fragen, ob sie mich am nächsten Morgen zum Joggen begleiten wollte. Ich klingelte kurz bei ihr und klopfte unsere verabredete Kennung an ihre Wohnungstür. Sie öffnet und statt mich zu begrüßen wie üblich, ging sie gleich wieder in die Wohnung zurück. Ich schloss die Tür und folgte ihr.
„Hey, was ist los?“ Sie warf sich auf die Couch und zeigte auf ein Papier, offensichtlich ein Brief.
„Er hat sich getrennt.“
„Wer? Dein Gerhardt?“
„Nicht mehr mein Gerhardt, er hat eine andere.“ Ich setzte mich neben sie und nahm sie in den Arm. Sie heulte
„Ich komm nach Hause und dann ist das da im Briefkasten“
Sie schnieft und deutet auf den Brief.
„Am Wochenende wäre es mal wieder soweit gewesen, er hätte eigentlich kommen sollen“ Die Tränen schossen ihr in die Augen und liefen über die Wangen.
„Ich hab mich so gefreut, so gesehnt“ Sie heulte auf
„Dieses Schwein.“
„Du Arme.“ Ich drückte sie an mich und versuchte ihre Tränen weg zu küssen.
„Seit drei Monaten“ schreibt er „Und ich hab nichts geahnt! Seit drei Monaten vögelt er mit einer anderen. Jetzt will er ganz in Schottland bleiben. Da ist für mich kein Platz mehr“
Ein Heulkrampf schüttelte sie und ein neuer Tränenschwall rann über ihre Wangen. Was sollte ich sagen? Ich drückte sie und sie kuschelte sich an meine Seite wie ein verletztes Tier. Ich weiß nicht wie lange wir so gesessen sind. Langsam wurde es dunkel. Iris hatte aufhört zu weinen und schniefte nur noch leise ab und zu. Dann richtet sie sich auf und sah, dass meine Bluse nass war von ihren Tränen.
„Sorry. … Ich bin so froh, dass du da bist“ Sie fing wieder an zu weinen. „So ein verdammtes Schwein. Ich versteh ja, dass er mit anderen gevögelt hat. Hab ich ja auch! Anders kriegst du doch so eine lange Trennung gar nicht hin. Aber ich verliebe mich doch nicht. Ich hab doch ihn, meinen Freund, meinen Partner, meinen Geliebten. Ich hab doch gewartet, gehofft, dass wir irgendwann was Gemeinsames daraus aufbauen können. Das war doch der Plan, erst Karriere, dann Familie. Scheiß Plan.“ Sie war wieder ruhiger
„Ja, mach nur einen Plan, sei ein großes Licht und dann mach nen zweiten Plan, funktionieren tun beide nicht“ summte sie einen Kurt Weill Song. ´
„Und ich hab nicht mal nen zweiten Plan“ ergänzte Iris. „Was soll ich jetzt machen? Was macht man, wenn die ganze Lebensplanung mit einem Fetzen Papier über den Haufen geworfen wurde? Nicht mal selber traut er sich, das mir das sagen. Am Samstag, hätte er kommen sollen, dann wäre die Möglichkeit gewesen zu zeigen, dass er ein Mann ist und dass er mir ins Gesicht sehen kann und sagen, dass es vorbei ist. Ich glaube, das hätte ich sogar verstanden ….“ Sie heulte wieder los.
„Aber da war wahrscheinlich der Flug zu teuer, das war ich nicht mehr wert.“
Die Tränen liefen ihr weiter übers Gesicht.
„Warum geht er so mit mir um?“
Es war Nacht geworden und Iris lag wieder in meinem Arm, sie zitterte, obwohl es warm war in der Wohnung.
„Mir ist kalt“ Sie stand auf. „Ich geh jetzt schlafen“
„Soll ich bei dir bleiben heute Nacht?“
„Das wäre schön. Wenn du das kannst ... und willst?“
Sie gab mir ein T-Shirt von sich und wir lagen nebeneinander.
„Darf ich mich an dich kuscheln“ fragte sie unvermittelt. Ich nahm sie in die Arme und so schliefen wir ein.
Wir hatten eine schöne Zeit, viele Wochen lang. Zwei unzertrennliche Freundinnen, von denen sich die eine, ehrlicherweise, mehr erwartet hätte. Wir gingen miteinander aus, Tanzen, ins Kino, Baden. Wir machten alles was Spass macht, fast alles. Aber wir genossen unser Leben, beide! Und ins Cosima zog es uns auch.
Wir hatten wieder unsere Nische von damals gefunden. Der Platz war noch frei!
„Kannst du dich erinnern?“ fragte ich.
„Hier sind wir bei unserem ersten Besuch gesessen!“
„Iris, wie könnte ich das vergessen? Das war eigentlich der Anfang unserer Freundschaft.“
„Ich bin froh, dass ich eine Freundin wie dich gefunden habe, Terry.“ Wir tanzten.
Als wir dann wieder in unsere Nische waren, legte ich meinen Arm um sie. Meine Finger streichelten sanft ihre nackte Schulter und ich ließ meine Hand langsam heruntergleiten zu ihrer Brust. Ihre Brustwarzen waren durch den dünnen Stoff ihres Kleides zu spüren, sie hatte keinen BH an. Ich streichelte ihre Brustwarze und fühlte die Reaktion.
„Terry, bitte“
„Was ist?“
„Wir haben doch eine Verabredung…“
Ich atmete ein und mein Herz schlug so heftig, dass sie es fühlen musste.
„Ich würde das heute nicht mehr unterschreiben…“ Sie richtete sich auf.
„Terry!“
„Iris, woher weißt du, dass du mit Frauen nichts anfangen kannst? Unangenehm ist es dir doch offensichtlich nicht. Es sieht fast so aus, also ob dein Körper das mag.“ meinte ich ein wenig spöttisch. Sie sah von mir weg.
„Ich weiß nicht, ich hab’s ja nie probiert. Ich hatte auch nie eine Freundin, mit der ich es hätte probieren wollen. Du bist die erste Frau, mit der ich so eng bin, dass ich es mir vorstellen könnte. Terry, ich möchte es schon, aber ich habe Angst.“
„Du brauchst keine Angst zu haben. Es tut doch nicht weh … und das Wichtigste haben wir auch schon geschafft.“
„Was denn?“
„Wir sind verliebt.“
Ich sah ihr in die Augen und sie verstand mich. Wir küssten uns, wie sich Liebende eben küssen, lang und innig. Unsere DJ war auch in guter Stimmung und legte gefühlt alle Schmusesongs ihres Repertoires auf, wir bewegten uns ganz eng und träumten dazu Wange an Wange. Doris schwirrte über die Tanzfläche, um die hinteren Tische zu bedienen. Sie steckte den Kopf zu uns „Na, endlich ihr Turteltäubchen. Ich dachte schon das wird nichts mehr mit euch.“
„Terry“ flüsterte Iris mir ins Ohr „ich möchte nach Hause. Wäre das ok für dich?“
Als wir Arm in Arm vor unseren Wohnungstüren standen, lachten wir uns an.
„Zu dir oder zu mir?“
„Meine Tür ist 2 Meter näher, komm, ich kann nicht mehr warten.“
Iris schloss auf. Die Türe war kaum ins Schloss gefallen, als sie mich an sich zog, mein Kleid aufknöpfte und mir herunter zog. Sie stand an der Wand des Flures gepresst, ich konnte nicht hinter sie langen, um sie auch auszuziehen. Sie schob ihren engen Rock hoch und legte ihr nacktes Bein um mich. Ich fühlte ihre feuchte Muschi auf meinem nackten Oberschenkel und drückte meinen Unterleib gegen ihren.
„Terry, ich brauch’s …. So dringend. Mach mich fertig, ich will dich, jetzt!“
Sie ließ mich los und streifte ihren Slip ab.
„Los komm!“ Ich wollte ihr Kleid aufknöpfen
„Nicht…“ hauchte sie „sofort jetzt... gleich“ Sie ging etwas in die Knie, damit sie ihre Schenkel öffnen konnte. Ich ging vor ihr in die Hocke und streifte ihren Mini vollends hoch. Sie war schon richtig nass und ich roch ihren Duft. Dann fuhr ich mit der Zunge durch ihre Ritze, sie schmeckte gut. Iris stöhnte, als ich zu ihrem Kitzler kam. Ganz sanft biss ich zu bis sie reagierte
„Au...“ schnell ließ ich los.
„Nicht aufhören, mach weiter, Terry weiter, weiter … “
Sie griff sich zwischen die Schenkel und wollte zusätzlich masturbieren.
„Lass das! Du kommst schon noch richtig dran.“
Ich rutschte hoch, sodass wir uns in die Augen sahen. Sie war erregt, ihre Augen glühten. „Gefällt es dir? Liebling“ Sie stöhnte „Jaaaa...“ und atmete hefig,
Ich stand nackt vor ihr, meine Muschi war heiß und ich hatte das Gefühl ich würde tropfen. Mein Gesicht glühte vor Erregung. Sie zog mich bei der Hand
„Komm ins Bett, da ist es besser.“ Sie zog ihre Bluse aus und warf sie mit ihren Rock in die Ecke. Dann legte sie sich quer über das Bett und spreizte ihre Beine. “Komm!“
Ich legte mich zwischen ihre Schenkel und begann meine Scham an ihrer zu reiben. Sie beantwortet meine Bewegungen und atmete heftig. Ich fühle wie meine Klit an schwoll. Iris fing an, mich wie im Krampf mit dem Unterleib zu stoßen. Sie schloss die Augen, presste kurz die Lippen zusammen, dann stieß sie einen langgezogen Schrei aus, der in ein Röcheln überging und verdrehte dann die Augen.
„Hör auf ... Ich kann nicht mehr. Ich bin so fertig“ flüsterte sie tonlos.
Dann legte ich mich neben sie und fuhr mit meinen Fingern in Ihre Scheide und massierte ihren geschwollenen Kitzler, zuerst sanft und dann immer heftiger. Iris ging voll mit, ihr Oberkörper zuckte neben mir und ihr Atem ging stoßweise. Sie rang nach Luft, dann presste die Hand auf ihre Muschi.
„Du bringst mich um …. bitte mach weiter …fester …. bitte.“ Ihr <bitte> kam langgezogen und schwach. Ich presste meinen Mund auf den ihren, wie zu einem Kuss, sie bekam keine Luft mehr und hämmerte mit der Faust auf meinen Rücken. Das hatte mich so erregt, dass ich ihr jeden Schlag mit den Fingern in ihrer Scheide zurückgegeben hatte. Dann hab ich sie wieder atmen lassen, sie japste
„Terry, du verdammte …“ Ich spreizte ihre Schenkel wieder, griff mit der ganzen Hand in ihre heiße Scheide und zog heftig.
„Auaaaaa …“ Dann biss ich ihr zärtlich in den Bauch und in die Schenkel, sie wimmerte nur noch. Als wir beide wieder ruhiger atmen konnten, drehte sie ihren Kopf zu mir und sah mich an
„Terry das war ja toll … davon hab ich bisher nur geträumt.“ Ich sah in ihre Augen, sie glühten noch immer wie Bernstein im Licht.
Ich streichele sanft über ihre Wange, glitt tiefer und liebkoste ihren Hals. Dann massierte ich ihre Brüste. Iris hatte kleine feste Brüste, was ich geil finde, und ihre Nippel reagierten heftig auf jede Berührung. Jetzt waren sie schnell wieder erregt und standen wie zwei winzige Türmchen empor. Meine Hand streichelt tiefer über ihren Bauch und mein Zeigefinger drang in ihre noch nasse Muschi ein. Iris nahm mein Handgelenk und zog meine Hand sanft heraus. „Nein … jetzt bin ich dran. Ich möchte mich doch revanchieren … relax “
Ich lag auf dem Rücken und lutschte den Geschmack ihrer Muschi von meinem Zeigefinger, dann lies ich sie machen ….
Irgendwann waren wir beide zufrieden, draußen dämmerte langsam ein neuer Tag.
Ich saß am Kopfende des Bettes, Iris hatte Ihren Kopf in meinen Schoss gelegt und die Augen geschlossen. Unser Atem beruhigte sich langsam.
„Iris“
„Hmm“
„Hast du wirklich noch nie etwas mit einer Frau gehabt?“ Sie drehte sich um und lachte „Nein, nie, warum fragst du, war ich so mies?“
„Überhaupt nicht Liebes, es war einfach schön. Du hast Stellen entdeckt, die hat noch kein Kerl aufgespürt.“
„Na, so viele Kerle hatten ja, glaube ich, bei dir noch nicht die Gelegenheit. Ich kenne meinen Körper, hatte viel Gelegenheit ihn auszuprobieren. Und ich hab mir gedacht, was bei der Iris klappt, wird bei der Terry auch nicht so verkehrt sein.“ Sie grinste und streichelt die Innenseite meiner Schenkel.
Wie saßen in einem Café in der Stadt und genossen die Sonne. Der Kellner kam an unseren Tisch.
„Guten Tag die Damen, was darf‘s denn sein?“
„Ich glaube … „ überlegt Iris und himmelte ihn an „ich glaube, ich bekomme eine Latte.“
„Da sieht man ja gar nichts davon.“ witzelte ich. Wir mussten beide schmunzeln
„Ich bekomme auch eine.“ Gelächter.
„Ob der uns verstanden hat?“
„Hauptsache, er bekommt jetzt keine … sondern bringt uns einen Kaffee!
Sie lehnte sich auf ihrem Stuhl zurück und blinzelte in die Sonne. Es war ein richtig entspannter Morgen. Wir ließen alle viere gerade sein und genossen die Wärme des Spätsommers.
„Weißt du Terry“ fing Iris an und rückte näher „Eigentlich kann ich froh sein, dass Gerhardt sich getrennt hat.“
„Du glaubst nicht, dass er wieder ankommt, falls das mit seiner Neuen schief geht?“
„Ne, Ne“ sie legte die Hände mit Nachdruck in ihren Schoss.
„DAS Loch ist zu!“ Welche vulgären Töne von meiner Iris. So kenne ich sie noch gar nicht. „Warum fragst du?“ „Deine Lesbe hat Angst“ „Wovor? Dass er wiederkommen will?“ Ich nickte. Sie rückte noch näher und legte ihre Hand auf meinen Oberschenkel und sagte leise “Erinnerst du dich, als wir das erste Mal Sex hatten? Du hattest gesagt, ich bräuchte keine Angst zu haben, obwohl ich Herzklopfen hatte wie wild und mir fast in die Hose gemacht hätte. Ich habe dir vertraut und es war traumhaft. Vertrau du jetzt mir. Du brauchst keine Angst zu haben, auch falls er wieder auftauchen würde, er ist nicht mehr gefährlich … für uns.“ Sie sah mich zärtlich an „Ich habe was viel Besseres bekommen, dich.“